Als Teil des Projektes „Zukunftsfähige Zentren Leipzig“ wurde durch unser Büro 2024 eine Machbarkeitsstudie durchgeführt über die Nutzbarmachung der Nordterrasse der Oper Leipzig. Bezugnehmend auf den historischen Kontext und die Bestandssituation des Opernhauses sowie der angrenzenden Schwanenteichanlage erfolgte die Entwicklung von 2 Varianten.
Variante A ‚Fenster und Lisenen‘
Grundlage dieser Variante bildete die Aufnahme der Gebäudesprache der Nordfassade der Oper mit ihrer klassischen Grunddisposition und der klaren Gliederung. Mit dem scheinbaren Herausführen der Lisenen aus Sandstein als Bänder in die gesamte Fläche der Nordterrasse – ebenso mit dem Material Sandstein – entwickelt sich im weitesten Sinne eine Verbindung von innen nach außen.
Es entstehen ruhig wirkende Vegetationszonen mit flächigen Sedum-Pflanzungen und Zonen mit einer ansprechenden Vielfalt an Stauden, Kräutern und Gräsern. Dabei wurden Pflanzengemeinschaften anhand der vorherrschenden Lichtverhältnisse ausgewählt.
Variante B ‚Oper im Park‘
Für diese Variante werden ebenfalls die Lisenen aus der Fassade der Oper als verbindendes Element von der Hausfassade über die Terrassenfläche geführt. Strenge Formen werden in Richtung Norden in radiale Muster aufgelöst und nehmen im weitesten Sinne die Gestalt der angrenzenden Parkanlage und der Treppenführung in den Park auf. Sie stellen somit eine gestalterische Verbindung zwischen Gartenraum und Bauwerk her.
Im Kontext der Planung wurde ein Modell der Nordterrasse einschließlich angrenzender Gebäudekubatur durch die Modellbauerin Cathrin Döring angefertigt wurden. Berücksichtigung fanden die beiden favorisierten Entwürfe, welche als austauschbare Elemente darin zur Verfügung stehen. Das Modell ist im Foyer der Oper Leipzig ausgestellt.