8. SCHULE / ERNST-ZINNA-SCHULE

GRUNDSCHULE/ FÖRDERSCHULE DER STADT LEIPZIG

Der Schulstandort der 8. Schule (Grundschule) und Ernst-Zinna-Schule (Förderschule) befindet sich im Leipziger Südosten im Stadtgebiet Dölitz-Dösen. Umfangreiche Ideen und Wünsche zur zukünftigen Gestaltung des Freiraumes wurden in einem Modellbauwettbewerb – unter Federführung des Leipziger Kinderbüros – von den Schülern entwickelt und flossen in die Vorentwurfs- und Entwurfsplanung ein.

   

Die schulischen Freiflächen umfassen ein Areal von insgesamt 12.000 m². Im Rahmen der Planung ist das Areal in zwei Bauabschnitte zu untergliedert worden. Der erste Bauabschnitt betrachtet die hausnahen Hofflächen mit dem Verkehrsübungsplatz, als übergeordnetes „Lehrmittel“ für die schulische Verkehrserziehung. Überdies wurde neben dem Verkehrsübungsplatz die Integration der erforderlichen Bewegungs- und Aufenthaltsbereiche sowie der Wirtschaftsflächen berücksichtigt.

Der Verkehrsgarten wurde mittels einer Möblierung aus Betonwürfeln für den Unterricht im Freien, neuen Baumstandorten und strukturgebenden Vegetationsflächen aufgewertet. Durch eine individuelle Beschilderung können jederzeit neue Verkehrssituationen geschaffen werden. Im südlichen Hofbereich gliedern sich Brett- und Hüpfspiele mit Sitzangeboten in Zuordnung zum Gebäude an.

LOUISE-OTTO-PETERS-SCHULE

GYMNASIUM DER STADT LEIPZIG

“Wehe einer Jugend, die keine Ideale hat und glaubt,

die nicht das Bedürfnis hat, sich zu ihnen zu erheben.”

[Louise Otto-Peters | 1819 - 1895 |Quelle - Otto-Peters, Der Genius des Hauses, 1869 ]

Das 3-zügig geführte Gymnasium liegt im Süden der Stadt Leipzig im Stadtteil Connewitz. In Vorbereitung der geplanten Umgestaltung des schulischen Areals fand unter der Federführung des Leipziger Kinderbüros eine Umfrage unter  Schülerinnen und Schülern statt. Die Ergebnisse der Umfrage dienten als planerischer Leitfaden für die Freianlagenplanung.

 

Unter Berücksichtigung der Wünsche und Anregungen seitens der Schüler wurde die Entwurfsplanung erarbeitet. Hierbei wurde der große Hofraum planerisch weiterentwickelt. Die funktionale Linienführung in Form von – immer ausladender werdenden – Bögen, welche sich bis hin zu den schulischen Eingängen spannen, wurde in die Planung übernommen. Alle notwendigen Funktionen sowie die gewünschten Ausstattungselemente gliedern sich innerhalb der Bögen ein und vereinen sich miteinander.  Im ruhigen Areal, in Zuordnung zu der Mensa, welches zahlreiche Aufenthaltsmöglichkeiten bietet, wurde eine bogenförmige Pergola eingeordnet. Robuste Klettergehölze und neue Baumstandorte innerhalb der Pergola sorgen für eine sommerliche Schattierung.

SCHULE RATZELSTRAßE

OBERSCHULE DER STADT LEIPZIG

Im Rahmen der 2017 bis 2018 stattfindenden Komplexsanierung der Schule wurden auch die 6.150m² umfassenden Freiflächen planerisch überarbeitet. Mit der Architektur des Gebäudes wurde eine bestimmende, axialsymmetrische Grundparität vorgegeben, welche sich im Freiraumkonzept widerspiegelt. Differenzierte funktionale Aufenthalts- und Funktionsflächen spannen sich um das zentral gelegene Schulgebäude. Die Außenanlagen gliedern sich in drei Teilbereiche – in den südlichen Entreebereich, den Sportgarten sowie den Lesegarten.

  

Südlicher Entreebereich: Dieser Hofbereich bildet den Auftakt der Schulhofgestaltung. Unter Berücksichtigung der denkmalgeschützten Brunnenanlage spannen sich attraktive Vegetationsflächen mit unterschiedlichsten Blühaspekten in den vier Jahreszeiten sowie Aufenthaltsflächen mit Betonsitzblöcken für den Aufenthalt – diese bilden in ihrer Gesamtheit eine stimmungsvolle Entreesituation.

Sportgarten: In räumlicher Zuordnung zur Sporthalle erfolgt die Einordnung des Sportgartens und im weiteren Umgriff die Anordnung der Leichtathletikflächen für den 60m-Lauf, den Weitsprung, das Kugelstoßen sowie ein Kleinspielfeld mit Kunststoffbelag. Räumlich gefasst wird der Sportgarten durch umgebenden Grünstrukturen und Bäume im Bestand. Ausgestattet wird der Sportgarten mit zwei Tischtennisplatten aus Beton und einer Möblierung mit Betonelementen, welche zum Sitzen aber auch für sportliche Trainingsabläufe zum Einsatz kommen können.

Lesegarten: Der geplante östliche Hofraum lagert sich dem Speisesaal an, dieser wird durch nördlich und östlich tangierenden Baumbestand charakterisiert und bietet einen ruhigen Rückzugsort zum Verweilen und Lernen in der unterrichtsfreien Zeit.

46. SCHULE

GRUNDSCHULE DER STADT LEIPZIG – GESTALTUNG DER HOFFREIFLÄCHEN

Die 46. Schule befindet sich im Westen der Stadt Leipzig, im Stadtteil Lindenau. An der 3-zügig geführten Grundschule wurden im Voraus der Planung umfangreiche Ideen und Wünsche zur perspektivischen Gestaltung des Freiraumes gesammelt. Ausdruck fanden diese in zahlreichen Modellen und Zeichnungen der Schüler. Im Rahmen der Planung für die Gestaltung der Aufenthalts- und Bewegungsflächen fanden diese Ideen der Schüler Berücksichtigung.

Das Plangebiet gliedert sich in differenzierte Funktions- und Spielebenen, welche räumlich durch den linear angeordneten, imposanten Großbaumbestand sowie Baumneupflanzungen in der Planung gefasst werden.

Die Fertigstellung der Schulhofflächen erfolgte im Mai 2016.

   

74. SCHULE

GRUNDSCHULE DER STADT LEIPZIG – HOFRAUMGESTALTUNG

Die 74. Schule liegt im Osten der Stadt Leipzig – im Stadtteil Anger-Crottendorf. Im Jahr 2014/2015 erfolgte die Sanierung des Schulgebäudes. Durch die Schüler der Grundschule wurden in Vorbereitung der geplanten Umgestaltung des schulischen Areals, umfangreiche Ideen und Wünsche zur zukünftigen Gestaltung des Freiraumes entwickelt – im Rahmen der Planung fanden diese Berücksichtigung.

Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt ab November 2016.

CAMPUS FRANZ

DEUTSCH – FRANZÖSISCHES BILDUNGSZENTRUM DER STADT LEIPZIG

Das Baugrundstück liegt im Leipziger Stadtbezirk Zentrum- Südost in einem in den 1970er Jahren entstandenen Wohngebiet und setzt sich aus dem Anton- Philipp- Reclam- Gymnasium, der Pablo- Neruda- Grundschule und einer Dreifeldsporthalle zusammen. Die drei Baukörper des Schulkomplexes gruppieren sich spannungsvoll um einen Platz, der das Schulensemble begrenzt und fasst.  Die Gebäude staffeln sich in Höhe und Lage zueinander und bilden so ein maßstäbliches Zentrum mit interessanten, offenen sowie geschlossenen Aussenbereichen.  Der Platz wird durch Baumhaine und der Gebäudekubatur der Grundschule und des Gymnasiums gegliedert. Separate Pausenbereiche für Grundschule und Gymnasium, welche sich durch unterschiedliche Bodenbeläge und Baumreihen voneinander abgrenzen, schaffen vielfältig nutzbare Pausenflächen.

Hofraum Reclam-Gymnasium        

ENTWURFSGEDANKE

Die Erarbeitung des Freiraumkonzeptes für den Campus FRANZ erfolgte auf Grundlage des Siegerentwurfes im Architektenwettbewerb Pablo- Neruda- Grundschule und Anton- Philipp- Reclam- Gymnasium. Die Entwurfsidee basiert auf der „Schulischen Mitte“, ausgehend von dieser, werden die Freiräume der Schulen erschlossen. Architektonisch umfassen umlaufende Gebäudekubaturen den Eingangsbereich des neuen Campusgeländes, damit entsteht ein weitgehend in sich geschlossener Aufenthaltsraum. Ausgehend von der „Schulischen Mitte“ führen Plattenbänder optisch zu den Haupteingängen der Schulgebäude. Freiraumplanerisch charakterisieren großzügige Pausenflächen, überstellt mit Baumblöcken und schulischen Ausstattungselementen, die gemeinsamen Bereiche. Die Hofräume prägen klare Gestaltungsstrukturen, unterbrochen von Natursteinbelägen und Sitzelementen in Form von Betonsteinquadern. Grünstrukturen schattieren den befestigten Raum und werden durch farbenfrohe Gehölz- und Staudenflächen unterstützt.

       

ERNST – PINKERT – SCHULE

GRUNDSCHULE DER STADT LEIPZIG – SCHULHOFGESTALTUNG

Im Vorfeld der planerischen Tätigkeit fand eine engagierte Kinderbeteiligung an der  Ernst – Pinkert – Schule zum Thema „Schulholfgestaltung“ statt. Mit viel Eifer und Enthusiasmus entstanden Modelle, Zeichnungen, wurde ein Film gedreht und eine Geschichte mit dem Titel „Die Suche nach dem neuen Spielplatz“ geschrieben. Auf Grundlage dieser Wünsche und Vorstellungen der Kinder konnte gezielt die planerische Gestaltung des Schulhofes umgesetzt werden.

      

Die im Jahr 2012 realisierte „Tierische Spielanlage“ erfüllt erste Kinderwünsche und nimmt inhaltlich auf den Namensgeber der Grundschule Bezug, Ernst Pinkert – der Gründer des Zoologischen Gartens in Leipzig. Entstanden  ist die schöne Spielanlage in enger Zusammenarbeit mit Grasreiner.Design aus Dresden.

Im Herbst 2013 folgte die Fertigstellung des 3.140 m² großen Pausenhofes mit der Umsetzung weiterer Spiel- und Aufenthaltsbereiche.  

        

FÖRDERSCHULE GRÜNAU Miltitzer Weg

NEUGESTALTUNG DES PAUSENHOFS

Basis der Freiraumgestaltung bilden die drei Konzeptbausteine Lernen, Aktion und Entspannen, diese tragen thematisch die Entwurfsplanung und reflektieren die Wünsche der Schüler der Einrichtung.

Konzeptbaustein Lernen

Planerisch ergeben funktionale Rahmenbedingung wie die Feuerwehrdurchfahrt und eine übergeordnete Trinkwasserleitung nicht überbaubare Areale, diese werden in Form eines „Grafischen Band“ mit schulischen Elementen belebt und strukturiert. Das immer gewünschte „Grüne Klassenzimmer“ verortet sich nördlich der Sporthalle, die Situation wird mit Baum- und Strauchstrukturen räumlich gefasst, mit Baumstandorten überstellt und erhält eine klare Gliederung mit linearem Sitzmobiliar. Der Schulgarten findet seinen Platz, als in sich geschlossene Fläche mit eigener Zugänglichkeit, im südlichen Teil des Grundstückes mit einem Areal von 300m² zum „Gärtnern“.

  

Konzeptbaustein Aktion

Bewegungsaktive Pausen dienen der ganzheitlichen Entwicklung der Schüler, sie fördern die Gesundheit sowie die Ausgewogenheit des Lebens und Lernens an der Schule. Von den Schülern gewünscht wurden Möglichkeiten zum Bouldern für den Konditionstest, weiterhin ein Raumnetz zur Förderung von Kraft, dem Gleichgewichtssinn und dem Erkennen von räumlichen Strukturen sowie Flächen für Ballspiele zur Koordination und Kondition der Schüler.

  

Konzeptbaustein Entspannen

Das „Grüne Klassenzimmer“ besitzt eine Doppelaufgabe, es dient zum einen dem klassischen Unterricht und zum anderen dem Entspannen innerhalb der unterrichtsfreien Zeit. Im Raumnetz kann man „locker“ auf den Zwischenebenen liegen oder man ruht sich aus von den „Anstrengungen“ des Unterrichtes auf der angebotenen Möblierung. Ergänzend dient in den warmen Sommermonaten eine kleine Rasenfläche zum Sitzen und Liegen.

WOHNSTÄTTE SCHÖNEFELD

FREIANLAGENGESTALTUNG EINER WOHNSTÄTTE FÜR ERWACHSENE IN LEIPZIG

Ziel war es, die durch die Gebäudekubatur entstehenden Innenhöfe zu individuellen Gartenräumen für die Bewohner zu gestalten. Die Höfe, welche nach Norden und Süden ausgerichtet sind, nehmen  jeweils drei kleinere gegliederte Platzsituationen in sich auf und bieten Raum für Aufenthalt und Bewegung. In Erweiterung des Hofraumes grenzen Rasenflächen und kleine Beete zum „Gärtnern“ an. Tangiert wird der nördliche Hof von einem umlaufenden Weg mit wassergebundener Decke. Mittelgroße Bäume mit ihrer Funktion als Schattenspender, überstellen das Areal. Vegetationsflächen mit Stauden, Gehölzen und essbaren Beerensträuchern komplimentieren die Hofräume.

   

Die Eingangssituation wird bestimmt durch die großzügige Platzfläche, welche die notwendigen Fahr- und Bewegungsfunktionen in sich aufnimmt. Den Übergang zu den Vegetationsflächen bildet in südlicher Richtung eine wassergebundene Platzfläche, welche von einem markanten Baumblock überstellt wird.

ABENDGYMNASIUM

FREIFLÄCHENGESTALTUNG ABENDGYMNASIUM, LEIPZIG – KOLLEG

Im Ergebnis von schulischen Werkstattgesprächen erfolgte die Umgestaltung des großzügigen Hofraumes für die Schüler im zweiten Bildungsweg am Leipzig – Kolleg und der Abendschule.

   

Mit der begrünten Pergola entstand ein Hauptaufenthaltsraum für das Lehren und Lernen im Freien. Der Wunsch nach unterstützenden „Unterrichtsmitteln“ konnte u. a. in Form von differenzierten Einsaatflächen für den Biologieunterricht, bituminösen Flächenbefestigungen zur Anwendung von praktischen physikalischen Versuchen und mit Arbeitsplätzen für künstlerische Bildhauerarbeiten,  welche mit einem Sonnensegel überspannt wurden,  gelöst werden.